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Abseits war gestern!

Wenn es beim Fußball ein Abseits gibt, pfeift ein Schiri. Wenn es beim Thema „Inklusion“ ein Abseits gibt, pfeifen Hunderte! Anlässlich des „Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ gab es in der Münsteraner Innenstadt eine Demonstration unter dem Motto „Abseits war gestern“ : ausgestattet mit Trillerpfeifen, Klapperhänden und Megafonen machten die Teilnehmer der Demo zwischen Domplatz, Rathaus und Stubengassenplatz ordentlich Lärm, um auf die Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen!

Abseits war gestern

Organisiert wurde die Demo von der Regionalkonferenz (Lebenshilfe, Fabi Münster, Alexianer und Westfalenfleiß, in diesem Jahr unter Federführung der Stift Tilbeck GmbH) und der WiM, die neben der Demo auch eine Abschlusskundgebung auf dem Stubengassenplatz vorbereitet hatten. Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte Rosi Engler als Sprecherin der WiM die Demonstranten und freute sich, dass so viele Menschen dem Aufruf gefolgt waren: „Wir wünschen uns Inklusion von Anfang an – Abseits war gestern!“ Auch Thomas Kronfeld als Geschäftsführer vom Stift Tilbeck betonte in seinem Grußwort, dass „Gemeinsamkeit stark macht“. Bürgermeisterin Beate Vilhjalmsson zeigte sich vor allem von dem sportlichen Motto des Tages begeistert. „Wir sehen heute viele Beispiele dafür, dass Inklusion im Sport möglich ist, und das zeigt uns, dass es auch in anderen Bereichen geht. Das Unmögliche wird möglich gemacht!“ Als Dankeschön für ihren Einsatz für die Belange von Menschen mit Behinderung bekam Beate Vilhjalmsson die Inklusionsmedaille verliehen.

Eine andere Art der Medaille präsentierte Thomas Wendt: als mehrfacher Sieger der Special Olympics im Tennis hatte er einige Goldmedaillen dabei und machte den Zuhörern Mut, für die eigenen Rechte einzustehen. Beeindruckend waren auch die Erfolge der Reiterstaffel der Alexianer, ebenfalls bei den Special Olympics. Ob in Shanghai oder Los Angeles – ohne Medaillen sind die Reiter in den vergangenen Jahren nicht nach Hause gefahren! Wo Sport das Thema ist, darf Fußball natürlich nicht fehlen. Fußballmannschaften von Westfalenfleiß und von den Alexianern verteilten bunte Bälle ans Publikum und tanzten ausgelassen auf der Bühne. Für musikalische Unterhaltung war die Band „t box“ zuständig, die mit ihren Songs zwischendurch für gute Stimmung sorgten.

Ob sportliche Erfolge, gemeinsames Musikmachen oder ehrenamtliches Engagement – die Demo zum 05. Mai hat gezeigt, dass für Münster gilt: Abseits war gestern!


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